Ratgeber · Deine öffentliche IP-Adresse

IPv4 vs. IPv6: Warum nur eine IP-Adresse angezeigt wird

IPv4 und IPv6 vergleichen, Dual-Stack und NAT verstehen und beide Protokollversionen am eigenen Gerät sicher prüfen.

IPv4 und IPv6 sind zwei Versionen des Internetprotokolls. Moderne Smartphones und Computer unterstützen häufig beide, doch eine Website sieht normalerweise nur die für diese Verbindung gewählte Adresse. IPv4 im Bericht beweist nicht, dass IPv6 fehlt; IPv6 bedeutet nicht, dass IPv4 verschwunden ist.

Adressformat und Kapazität

IPv4 verwendet 32-Bit-Adressen in vier Dezimaloktetten wie 203.0.113.24. Die rund 4,3 Milliarden möglichen Adressen reichen nicht für jedes Gerät, daher ist Wiederverwendung durch NAT verbreitet.

IPv6 nutzt 128-Bit-Adressen in Hexadezimalschreibweise, etwa 2001:db8:85a3::8a2e:370:7334. Der wesentlich größere Raum ermöglicht reichlich Adressen und einfachere Planung. Beide Beispiele sind Dokumentationsbereiche, keine aktiven Adressen.

Warum Dual-Stack nur eine IP zeigt

Ein Dual-Stack-Gerät kann beide Protokolle nutzen. DNS liefert eventuell A- (IPv4) und AAAA-Einträge (IPv6); Browser oder Betriebssystem wählen eine funktionierende Route, häufig mit Happy Eyeballs gegen Verzögerungen.

Das Ergebnis hängt von WLAN, Mobilfunker, VPN, Ziel und temporären Störungen ab. MyIP Info zeigt das Protokoll dieser Anfrage, nicht deine einzige mögliche IP. Nach dem Deployment lassen sich beide Routen mit derselben API prüfen.

Terminal
# IPv4-Verbindung
curl -4 https://my-ip-info.com/api/ip

# IPv6-Verbindung (funktionierendes IPv6 nötig)
curl -6 https://my-ip-info.com/api/ip

NAT, Firewall und Datenschutz getrennt betrachten

IPv4 teilt über NAT häufig eine knappe öffentliche Adresse. IPv6 kann globale Adressen ohne NAT vergeben, doch eine Firewall soll weiterhin unerwünschte eingehende Verbindungen blockieren. Eine globale IPv6-Adresse ist kein automatisch offener Port.

IPv6-Privacy-Extensions können temporäre Interface-Identifier wechseln, während das Netzpräfix stabil bleibt. Auch IPv4 kann wechseln. Keine Version garantiert Anonymität oder ist immer schneller beziehungsweise sicherer; Routing und Konfiguration sind entscheidend.

Beide Versionen am eigenen Gerät finden

ipconfig unter Windows, Netzwerkeinstellungen unter macOS und Linux sowie WLAN-Details auf Smartphones listen lokale und globale Adressen. Der Router kann auch öffentliche WAN-Adressen zeigen. Private oder Link-Local-Adressen sind nicht die IP, die eine Website sieht.

Fehlt IPv6, prüfe die Unterstützung durch Anbieter und Router und ob dein VPN IPv6 transportiert. Aktiviere nicht irgendeinen Tunnel nur für ein anderes Ergebnis. Eine native, zuverlässige Dual-Stack-Konfiguration ist vorzuziehen.

Zusammenfassung

IPv4 und IPv6 können auf demselben Gerät und derselben Website koexistieren. Der Bericht zeigt die aktuell genutzte Route, keine dauerhafte Grenze. Prüfe beide Protokolle gezielt und betrachte NAT, Firewall und Datenschutz als eigene Ebenen.

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